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"It's better to be hated for what you are,
than to be loved for what you're not."
(Kurt Cobain)

Nun gut, wer oder besser gesagt wie bin ich?
Ich bin ein Mädchen im zarten Alter von 16, so viel steht fest. Ich wohne in einem mehr oder weniger kleinen Dorf mit meinen Eltern. Ein Teil meiner Familie, das heißt meine Oma mütterlicherseits und die Schwester meiner Mutter mit ihrer Familie wohnen direkt neben an. Der andere Teil, meine Oma väterlicherseits und der Bruder meines Vaters mit seiner Familie wohnen weiter weg ca.8 Stunden. Darum sehe ich sie auch höchstens einmal im Jahr. Meine Schwester ist bei ihrer Mutter in Hessen aufgewachsen, wo sie immer noch wohnt. Sie hat uns zwar zwei oder drei mal im Jahr besucht, dennoch bezeichne ich mich ehr als Einzelkind. Ich habe nie erfahren, was es bedeutet eine Schwester zu haben. Ich bin zwar mit meine zwei Cousinen aufgewachsen. Wir saßen früher fast jeden Tag zusammen. Wir haben uns gestritten und uns auch wieder vertragen. Aber so richtig wie Schwestern waren sie trotzdem nie.
Ich besuche die 10. Klasse eines Gymnasiums. Ich komme relativ gut mit allen aus. Natürlich gibt es Leute, die ich nicht leiden kann, aber die lasse ich einfach in Ruhe und sie mich. Ich würde nicht sagen, dass ich sehr viele Freunde habe. Aber ich weiß auf wen ich mich verlassen kann und wem ich vertrauen kann. Das ist doch das wichtigste.
Ich werde kein Bild von mir reinstellen, weil man sich viel zu sehr von äußeren Eindrücken beeinflussen lässt. Ich schreibe hier über mich, mein Leben, meine Gefühle. Daraus kann man sich seine Meinung bilden und nicht daraus, wie ich aussehe.
Außerdem werde ich auch keine Liste aufstellen, was ich mag und was nicht. Denn die Dinge, die ich leiden kann und welche nicht, ändern sich bei mir häufig. Ich bin unentschlossen.
Es gibt Tage, da bin ich total zufrieden mit meinem Leben und dann gibt es wieder Tage, an denen ich alles von Grund auf ändern möchte. Vorallem MICH möchte ich ändern. Wenn ich dann solche Tage habe, kann ich schon sehr zickig werden und dann sollte man mich lieber in Ruhe lassen. Im Nachhinein tut es mir dann Leid, aber ich bin zu Stolz um mich zu entschuldigen.
Ich fange einiges an in der Überzeugung, dass ich es diesmal durchhalte, doch schon nach kurzer Zeit hör ich auf, weil ich keine Lust mehr habe und nicht weil ich es nicht kann. Ich höre auch auf, weil ich es alleine machen müsste und ich kann nicht gut allein sein. Es hat sich verbessert, aber es gab Zeiten, da habe ich mich total einsam und allein gelassen gefühlt, sobald ich nur ein Tag mal alleine war. Dabei brauche ich manchmal einen Tag, wo ich allein bin, wo ich niemanden sehe außer vielleicht meine Eltern, um einfach wieder in eine bessere Stimmung zukommen.
Ich habe zu viel Zeit um nachzudenken. Das tut mir nicht gut. Wenn ich nachdenke, finde ich die schlechten Seiten und kann nicht einfach das genießen, was ich im Moment habe.
Ich möchte immer alles richtig machen, doch sobald was nicht gleich klappt, höre ich auf. Ich bin ungeduldig. Ich versuche Ärger zu vermeiden. Ich bin ein kleiner Schisshase. Ich habe Angst. Vor einigen Dingen, aber am meisten davor, alles zu verlieren. Meine Freunde, meine Familie. Alles wofür ich im Moment lebe. Davor habe ich Angst. Und vor mir selbst.
(29. Dezember 2007)

"Und nun hat man mich mit diesem Wesen allein gelassen, nein, nicht nur allein gelassen, zusammen eingespeert hat man mich mit diesem Wesen, vor dem ich am meisten Angst habe:
Mit mir selbst"
(Wolfgang Bochert)

Mia & Helden
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